Über uns
Geschichte
Zum 20-jährigen Jubiläum - wie alles begann
Seit zwanzig Jahren - genauer seit 22.09.2004 - haben die Seniorinnen und Senioren in Ingolstadt eine Anlaufstelle, an die sie sich wenden können:
den Verein „Miteinander-Füreinander Seniorenhilfe e.V.“.
Der Erfolg des Vereins ist Grund genug, das langjährige Bestehen mit einer Jubiläumsausgabe zu feiern.
Offiziell gegründet wurde „Miteinander-Füreinander Seniorenhilfe e.V“ am 19. März 2004, aber die Idee wurde schon viel früher geboren:
Bereits ein Jahr vorher wurden Manfred Hirschfelder und Ingeborg Högemann, als ehrenamtliche Mitarbeiter an einem anderen Projekt, die Problematik der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger deutlich: Mit dem Alter steigt auch das Risiko, sich einsam zu fühlen. Der Verlust einer Partnerin oder eines Partners und auch die Trauer um verstorbene Bekannte sind oft der Auslöser.
Zielstrebig gingen sie an die Arbeit und suchten Mitglieder und Unterstützer. Innerhalb kurzer Zeit standen viele weitere, engagierte ehrenamtliche Helfer bereit, die regelmäßig ältere und einsame Menschen (meist einmal wöchentlich), zu Hause und in stationären Einrichtungen besuchten.
Das Angebot des Vereins wurde in den Folgejahren durch weitere Projekte ergänzt. So fand einmal jährlich die Ingolstädter Seniorenwoche statt, die Zeitschrift „plus60“ wurde ins Leben gerufen und regelmäßig sind Vorträge und Gespräche, z.B. beim Pflegestammtisch mit Heimleitern und Ärzten, angeboten worden.

Die Gründung des Vereins

Manfred Hirschfelder und Sabine Leiß
1. Vorsitzende: Sabine Leiß
2. Vorsitzender: Manfred Hirschfelder
Schriftführerin: Brigitte Bovermann
Schatzmeister: Ingeborg Högemann
Beiräte: Wolf Seel, Markus Reichhart, Marietta Pietsch
Die Aufgaben des Vereins
Betreuung von Seniorinnen und Senioren - die zu Hause oder in Seniorenheimen leben - durch Zuwendung, Unterstützung und Unterhaltung.
Bereits ein halbes Jahr nach der Gründung hatte der Verein 41 Mitglieder. In Privathaushalten wurden 18 Seniorinnen und Senioren von 14 Mitarbeiter/innenbetreut (Arztbesuche, einkaufen gehen, spazieren gehen, zuhören…)
Sechs Seniorenheime (Elisa, Katharinengarten, Altstadtzentrum Sebastianstraße, Bienengarten, Matthäusstift wurden von 16 Ehrenamtlichen betreut

Weitere Aktivitäten:
Events
Muttertag-Aktionen mit Elfen und Feen,
Winterfee-Aktion
Pflegestammtisch
Teilnehmer waren die Leiter der Seniorenheime, Ambulante Pflegedienste, Heimaufsicht, Praxisnetz GOIN (Prof. Dr. Jedamzik) und je nach Bedarf entsprechende Ärzte.
Themen waren die Zusammenarbeit, Schaffung einheitlicher Standards, Diskussion über Probleme und deren Lösungsmöglichkeiten
Senioren-Akademie
Fachvorträgen für Menschen ab 50 aufwärts (mit anschl. Diskussion) Briefkasten für Anliegen
Seniorenwochen
Jedes Jahr im Oktober eine Woche Unterhaltung von Seniorinnen und Senioren.Veranstaltungsorte waren die verschiedenen Seniorenheime, Markt-Stände mitten Mitten in der Stadt (Ludwigstraße) bzw. im Westpark
Zeitung 60 Plus
mit Veranstaltungenshinweisen, Tipps von Polizei, Rechtsanwälten und Ärzten, Buchvorstellungen, Gewinnspiele und Informationen in und um Ingolstadt
Ingolstädter Seniorenwochen
Folgende Stände präsentierten sich entlang der Ludwigstraße in Ingolstadt:
IZ Ingolstädter Anzeiger
Miteinander-Füreinander Seniorenhilfe
Nachbarschaftshilfe Herz Jesu
Alzheimer Gesellschaft
Hospizverein Ingolstadt
Polizeit Ingolstadt
Berufsfachschule für Altenpflege
Seniorenbüro Ingolstadt „Neubugerger Kasten“ mit
Cafeteria
Ambulanter Pflegedienst Wettstetten
GO IN Praxisnetz
Geriatrie Neuburg
Seniorenstift Elisa
Seniorenzentrum ProCurand,
Seniorenzentrum Josef Nischbach
Hörgeräte Langer,
Cerhak
Altstadtzentrum Sebastianstraße

Highliths der Ingolstädter Seniorenwoche 2005

Zivilcourage - ein Beitrag der Polizei Ingolstadt
Ältere Menschen sind oft Zielgruppe von Tricksern und Betrügern.
Kontaktbeamte der Ingolstädter Polizei demonstrierten, wie man sich durch richtiges Verhalten vor Straftaten schützt und mit geeigneten Maßnahmen das Risiko entscheidend vermindern kann.
(Rollenspiele und Verhaltenstipps für Opfer und Helfer)
Lachyoga-Therapeutin
Heidemarie Solleder führte in die Techniken des Lachyogaein. Die Übungen sind einfach und humorvoll. Sie können im Stehen und im Gehen durchgeführt werden. Sehr unterstützend wirkt zudem die „Ansteckung“ durch die Mitlachenden, und so gelingt es überraschend leicht, zu
einem tiefen, herzlichen und lustvollen „echten“ Lachen zu gelangen.
Lachen macht glücklich und gesund...und wer lacht, wirkt ja auch gleich sympathischer.... 😀


Straßenambulanz Ingolstadt
Über die Arbeit mit Obdachlosen und Suchtkranken in Ingolstadt berichtet Franziskanerbruder Martin Berni.
Wie sind diese Menschen in ihre Situation geraten, welche Hilfsangebote gibt es und wie kann jeder einzelne diese „Randgruppe“ unterstützen?
Diese Dokumentation gibt einen Einblick in das vielfältige Programm der 2. Ingolstädter Seniorenwoche.
Sie zeigt Themen, Veranstaltungen und Eindrücke aus den Anfängen unserer Vereinsarbeit und macht sichtbar, welche Schwerpunkte
MITEINANDER-FÜREINANDER bereits damals setzte.
SOS Futterkrippe

Im Jahr 2013 hatte der Gründer der Miteinander-Füreinander Seniorenhilfe e.V., Manfred Hirschfelder, die Idee, eine „Tiertafel“ für Menschen einzurichten.
Durch seine Tätigkeit mit Senioren in privaten Situationen und in Altenheimen wusste er, dass viele ältere Menschen in schwierigen finanziellen Verhältnissen leben. Oftmals ist das geliebte Haustier auch der letzte und einzige „Ansprechpartner“, weil es keine Familie oder Freunde mehr gibt. Manchmal verzichten diese Menschen, wenn das Geld knapp ist,zugunsten ihres vierbeinigen oder gefiederten Lieblings auf die eigene Versorgung.
Für viele (nicht nur ältere) Menschen ist ihr Tier der einzige Grund, warum sie morgens aufstehen und einen normalen Tagesablauf haben.
Natürlich unterstützen wir nicht nur Senioren; auch junge Menschen können durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit schnell in eine finanzielle Notlage geraten. Die schätzungsweise 26 Millionen Haustiere in Deutschland haben allesamt eins gemeinsam: Sie bereichern das Leben ihrer Menschen!
Hunde und Katzen helfen, den Mensch beweglich und gesund zu halten: das Streicheln des Haustiers senkt den Blutdruck, der Hund muss regelmäßig und bei jedem Wetter Gassi geführt werden, das Schnurren der Katze beruhigt.
Im Gründungsjahr waren schnell tierliebe Ehrenamtliche gefunden, Sponsoren wurden gesucht, Ideen und Strukturen entwickelt und bereits am 4. Mai 2013 gründete der Verein seine Abteilung SOS-Futterkrippe Hilfe für Mensch & Tier in Not“ Desweiteren wurde die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert, auch um weitere Unterstützer zu gewinnen. So gab es im Oktober 2013 einen Infostand mit Tierartikelflohmarkt auf der plus60 - Erlebnismesse im Westpark. INTV berichtete in einem Filmbeitrag zum Start der 10. Ingolstädter Seniorenwoche über die Futterkrippe und Ehrenamtliche informierten im Rahmen der Martin Rütter Live Show in der Saturn Arena.
Von Daniela Frank
Anfangs gab es verschiedene Standorte im Stadtgebiet für die Lagerung des Futters und die Ausgabe. Seit 2017 nun ist die Futterkrippe in einem Container auf dem Gelände der Tierarztpraxis Dr. Reindl in der Kronprinz-Rupprecht-Straße, nahe dem Hauptbahnhof, untergebracht.
Jeden ersten Samstag im Monat strömen seither finanziell in Not geratene Haustierbesitzer dorthin, um zwischen 11 Uhr und 12.30 Uhr Futter oder Zubehör (wie Leinen, Näpfe, Bettchen, usw.) für ihre Lieblinge zu erhalten. Das Konzept funktioniert nur durch den Einsatz des ehrenamtlichen Teams und finanziert sich rein aus Spenden.
Mitzubringen ist ein Nachweis der Bedürftigkeit, wie z.B. ein Bürgergeld-, Renten-, oder Arbeitslosenbescheid und darüberhinaus Dokumente, die belegen, dass ein Haustier vorhanden ist.
Es geht um „Hilfe zur Selbsthilfe“ – die Unterstützung erfolgt NICHT bei Neuanschaffung,
Nachzucht oder Schenkung und es werden maximal zwei Tiere pro Haushalt unterstützt.
20 Jahre später….. Aktivitäten und Angebote
Corona hat auch für unseren Verein einiges verändert: ab Februar 2020 durften Seniorinnen und Senioren weder privat noch in den Seniorenheimen besucht werden, unsere Veranstaltungs-Angebote waren nicht erlaubt…..und auch einige Ehrenamtliche hatten Bedenken und die Befürchtung, mit Corona angesteckt zu werden. Erst seit Ende 2022 konnten wir wieder aktiv werden. Die Zahl der Ehrenamtlichen hatte sich durch die Coronazeit jedoch erheblich reduziert und wir begannen mit der Suche nach neuen Mitarbeiter/innen.
Seit 2023 finden wieder regelmäßig Veranstaltungen statt:
Oster-Aktion
Ein Schäfer kam mit seinem Lämmchen - in verschiedene Senioreneinrichtungen.
Er berichtete über die Schafzucht….. die Seniorinnen konnten Fragen stellen und das Lämmchen auch streicheln.


Christkind-Aktion
Im Dezember besuchte das Ingolstädter Christkind die verschiedenen Einrichtungen.
Es wurde aus dem „Goldenen Buch“ vorgelesen, unterstützt von verschiedenen Musikern
gemeinsam gesungen und jeder Teilnehmer erhielt ein Weihnachtspäckchen.
Finanzielle Situation

Besichtigung der Immobilie
von rechts: Johannes Molz, Ingeborg Högemann, Markus Reichhart
Die finanzielle Situation war bei der Vereinsgründung - und auch noch Jahre danachangespannt. Da keine Vereins-Beiträge erhoben wurden, war der Verein angewiesen auf Spenden, Einnahmen aus Aktionen (Seniorenwoche etc.) und Geldern aus Strafverfahren (Bußgelder).
Das änderte sich, als der Verein nach einer langjährigen Betreuung eines Ehepaares im Jahre 2019 beim Nachlass großzügig bedacht wurde. Da der Verein „Miteinander-Füreinander Seniorenhilfe“ verpflichtet ist, seine finanziellen Mittel sicher und im Sinne der Satzung anzulegen, nutzte der Verein die Möglichkeit, zwei Pflegeappartements in einer Senioreneinrichtung in Großmehring zu erwerben. Nachdem der Vorstand sich davon überzeugt hatte, dass die Ausstattung der Räume durch den Betreiber in hochwertiger Qualität vorgenommen worden war, haben wir einen Mietvertrag über 25 Jahre mit fünf Jahren Verlängerungsoption abgeschlossen. Der Erlös aus den Mieteinnahmen sichert dem Verein die Möglichkeit, Aufgaben gemäß Satzung zu erfüllen.
Zum 10-jährigen Jubiläum am 18. März 2014
Seit nun zehn Jahren haben die Seniorinnen und Senioren in Ingolstadt eine Anlaufstelle, an die sie sich wenden können:
den Verein „Miteinander-Füreinander Seniorenhilfe e.V.“.
Offiziell gegründet wurde „Miteinander-Füreinander Seniorenhilfe e.V.“ am 18. März 2004, aber die Idee wurde schon viel früher geboren: Bereits ein Jahr vorher wurde uns, Manfred Hirschfelder und mir, als ehrenamtliche Mitarbeiter an einem anderen Projekt, die Problematik der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger deutlich: Nicht selten sind Ärzte die einzigen sozialen Kontakte von alleinstehenden, älteren Menschen … vielleicht noch die Kassiererin an der Supermarktkasse.
Sehr zielstrebig gingen wir an die Arbeit und suchten Mitglieder und Unterstützer.
Innerhalb kurzer Zeit standen zusammen mit uns viele weitere, engagierte ehrenamtliche Helfer bereit, die regelmäßig, meist einmal wöchentlich, ältere und einsame Menschen zu Hause und in stationären Einrichtungen besuchen.
Das Angebot des Vereins wurde in den Folgejahren durch weitere Projekte ergänzt. So findet einmal jährlich die Ingolstädter Seniorenwoche statt, die
Zeitschrift „plus60“ wurde unter der Federführung von der iz-Regional ins Leben gerufen.
Regelmäßig wurden Vorträge und Gespräche, z.B. beim Pflegestammtisch mit Heimleitern und Ärzten, angeboten. Seit einigen Jahren verfolge ich aus der Ferne, aber weiterhin mit großem Interesse, die Aktivitäten des Vereins.
Zehn Jahre Miteinander-Füreinander Seniorenhilfe - meinen herzlichen Glückwunsch an die Aktiven und die Unterstützer. Zu beglückwünschen sind auch die vielen Seniorinnen und Senioren, die das Angebot des Vereins für sich nutzen können.
Ihre Ingeborg Högemann

Ingeborg Högemann und Manfred Hirschfelder im Gründungsjahr 2004




